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December 11, 2018, 07:12:00 PM

Author Topic: Lebanon, Beirut, MIM Museum  (Read 2699 times)

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Frank de Wit

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Re: Lebanon, Beirut, MIM Museum
« Reply #8 on: July 11, 2018, 06:40:17 AM »
Für den ernsthaften Sammler stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, einmal nach Beirut zu reisen, um das Museum zu besuchen. Wie hoch sind die Kosten und ist es vielleicht sogar gefährlich? Lapis-Autor Berthold Ottens ging diesen Fragen nach, reiste nach Beirut und erlebte einen begeisternden Museumsbesuch.
Das Museum verfügt nur über eine Fläche von 1300 m2, was relativ gering erscheint. Doch die geschickte räumliche Gestaltung erlaubt eine genussvolle Betrachtung aller Exponate. Die hervorragende Ausstellungstechnik wurde von Uwe Reier, demselben Vitrinenbauer, der auch die Vitrinen für das Museum Terra mineralia in Freiberg gebaut hat, geliefert. Das MIM-Museum veröffentlicht täglich auf facebook ein Foto von jeweils einem seiner Objekte. Die sehr guten Fotos lassen die Qualität der einzelnen Mineralstufen zwar erahnen, können aber ihre wahre Ästhetik und Qualität nicht vollumfänglich wiedergeben. Salim Eddé erwirbt gezielt nur solche Objekte, die bewusst eine Ergänzung seiner Systematiksammlung auf höchstem Niveau bedeuten. Es besteht kein Interesse, mehrere ähnliche Stücke vom selben Fundort in die Sammlung aufzunehmen. Es ist ein Genuss, viele Mineralarten als relativ große Exponate bestaunen zu können. Aber auch sehr seltene Spezies werden in ansprechender Größe und Qualität präsentiert. Insgesamt enthält die Sammlung, die komplett ausgestellt ist, ca. 1600 Stufen von 380 verschiedenen Mineralarten.
Der Hauptbereich der MIM-Sammlung gilt der Systematik auf kristallchemischer Basis. Eine kleinere Abteilung ist nach Kontinenten und Ländern geordnet. Eine Schatzkammer, ähnlich wie in der Terra mineralia, zeigt hochwertige, maximal 20 cm große Kristalle und Kristallgruppen. Sie runden mit der sogenannten „Trophy“-Schau mehrerer weltbester Stufen die Ausstellung ab. Hinsichtlich der Beschriftung werden für jede Stufe nur der Mineralname, das Fundortland und die chemische Formel angegeben. Wer sich darüber hinaus informieren will, kann die modernen, großflächigen und interaktiv zu bedienenden Displays benutzen.
Der Kern des Museums sind natürlich die Mineralien selbst. Es fällt schwer, etwas herauszuheben, denn es hat einfach zu viele hochkarätige Stufen. Für die Klassiker wäre zum Beispiel der 17,8 cm hohe Whewellit aus Hartenstein zu nennen. Galenit aus Neudorf, Akanthit aus Freiberg und weitere seltene Mineralien zählen zu den Vertretern aus Deutschland. Extrem gut ausgebildete, große violette Apatite von Panasqueira aus Portugal oder die stengeligen Apatitverwachsungen von Lavra do Sapo in Brasilien sind ein typisches Beispiel für wenige, aber unterschiedlich ausgebildete Vertreter einer Mineralart. Aus Indien wird eine unglaubliche Großstufe mit 22 Powellitkistallen bis 3 cm Durchmesser präsentiert. Aus China sind nicht nur einige Fluorit-Prachtexemplare sondern auch Bournonit, Helvin, Antimonit und weitere in höchster Perfektion ausgestellt. Für nahezu alle Objekte gilt eine Prädikatsbeurteilung.
Doch so imposant ein solches Museum auch sein mag, lohnt sich die Reise? Wer rechtzeitig plant und sich nicht gerade eine besondere Reisesaison auswählt, kann mit der MEA (Middle East Airline) schon für 280 Euro von Frankfurt nach Beirut und zurück fliegen. Das Hotel Smallville, für das vom MIM-Museum ein besonderer Tarif vereinbart wurde, liegt nur fünf Minuten vom Museum entfernt. Im Hinblick auf einen Aufenthalt für Touristen ist Beirut unproblematisch. Englisch oder Französisch sind selbstverständlich und man darf nicht vergessen, wie groß der Einfluss französischer Kultur im Libanon ist. Die Atmosphäre der Stadt wird durch das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen sowie die wirtschaftliche Prosperität geprägt. Der Eigentümer des Museums und passionierte Sammler Salim Eddé, spricht übrigens sehr gut deutsch und ist häufig im Museum anwesend. Wer das Glück hat, von ihm selbst durch das Museum geführt zu werden, wird von seiner Begeisterung angesteckt.
Die Spuren des Bürgerkriegs (1975-1990) sind in der Stadt weitgehend verschwunden. Beirut ist eine pulsierende Großstadt, die auch kulturelle Besonderheiten, wie das bemerkenswerte Nationalmuseum in unmittelbarer Nähe zum MIM-Museum beherbergt. Wer sich für einen Besuch des MIM-Museums interessiert, kann sich gerne an den Autor wenden, um weitere Informationen zu erhalten.
Berthold Ottens, Kontakt: ottens-mineralien@t-online.de
http://www.lapis.de/aktuelles/neuigkeiten/319-eine-reise-wert-das-mim-museum-beirut-5-2018

Hotel Smallville
https://www.thesmallville.com/about

Alfredo Petrov

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Re: Lebanon, Beirut, MIM Museum
« Reply #7 on: May 03, 2016, 03:35:17 AM »
...but it's hell for field collectors like you, Frank. When I was there hiking the hills above Beirut, I got excited to find manganese dendrites on a lump of pink limestone, and, in another place, a piece of translucent yellow travertine. That tells you how diverse the mineralogy is. Most interesting stuff in Lebanon are fossils, especially bugs in amber, which unfortunately are in the Hezbollah-controlled region in the south.

Frank de Wit

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Re: Lebanon, Beirut, MIM Museum
« Reply #6 on: May 02, 2016, 01:08:11 PM »

Frank de Wit

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Re: Lebanon, Beirut, MIM Museum
« Reply #5 on: April 25, 2016, 01:02:05 PM »
Wow...!
http://www.mineral-forum.com/message-board/viewtopic.php?p=50670#50670
Quote
On April 8, 2016, the MIM Museum was overcrowded with visitors. The queue at the entrance started to form at 5:00 PM and lasted till 11:00 PM.  In 6 hours’ time, we received 9000 visitors. Yes, it is a huge number for a country as small as Lebanon (10452 Km2)! For the 3rd year in a row, the Lebanese Ministry of Culture organized an event “A night at the Museums”. 11 museums were participating to that event. The number of visitors is increasing over the years: 2000 in 2014, 4000 in 2015 and 9000 in 2016.

Frank de Wit

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Frank de Wit

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Lebanon, Beirut, MIM Museum
« Reply #1 on: October 11, 2013, 03:05:02 PM »